Usa vor Gericht

Kommentar: Eine Fabrik im Sudan wurde 1998 zu Unrecht bombardiert. Der Eigentümer wehrt sich mit rechtlichen Mitteln.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Die Firma Akin, Gump, Strauss, Hauer & Feld ist ein Schwergewicht unter den zahlreichen Anwaltskanzleien in Washington, D.C. Daß die unweit des Dupont Circle angesiedelten Nobelanwälte einen angeblichen Terroristen vertreten, paßt so ganz und gar nicht ins Firmenbild. Aber für die Kleinigkeit von drei Millionen Dollar lehren die betuchten Herren inzwischen State Department, CIA und Pentagon das Fürchten: Salah Idris, der millionenschwere sudanesisch-saudische Eigentümer der im August 1998 von 13 Cruise-Missiles im Herzen von Khartum in Schutt und Asche gelegten Chemiefabrik "El Shifa", konnte mit ihrer Hilfe immerhin einen Teilerfolg erringen. Sein wegen Terrorismusverdachts von der US-Regierung blockiertes 24-Millionen-Dollar-Vermögen ist inzwischen wieder freigegeben worden. "Ohne Erklärung und ohne Entschuldigung durch Uncle Sam", wundert sich die Washington Post.

Aber zum ersten Mal werden jetzt die Details der Vergeltungsschläge nach den mörderischen Bombenattentaten gegen


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