Dolm der Woche: W. Fasslabend

Politik | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Man könnte dem Verteidigungsminister Amtsmüdigkeit nicht verdenken. Schließ-lich verliert es mit der Zeit an Reiz, die Freunde von der NATO mit Tarnkappenbombern über den Balkan donnern zu sehen, während die eigenen Jungs mit Nachkriegsgerät herumgurken. Vielleicht war es diese Frustration, die Fasslabend dazu verleitete, das Sozialressort für die ÖVP zu fordern. Schließlich könnte er als ÖAAB-Chef (Sozialkompetenz!) den Posten ja selbst übernehmen. Anders als beim Bundesheer gibt es in der Arbeitswelt noch viel einzusparen - zum Beispiel beim Lohn. Fasslabend fordert, daß ältere Arbeitnehmer künftig unter dem Kollektivvertrag bezahlt werden sollten, um ihre Stelle abzusichern. Über die Veränderung der Einkommenskurve - höherer Verdienst für Junge, dafür in Folge geringerer Anstieg - kann man diskutieren. Was aber Fasslabend fordert, ist einseitig und nichts anderes als Sozialdumping.


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