Autobahnen spuren nicht

Verkehr: Die Automobilmachung geht flott voran, ein Ende des Verkehrswachstums ist nicht in Sicht. Wien versucht die Blechlawine mit zusätzlichen Straßen abzufangen.

Politik | Christian Felber | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Arnold Klotz verwendet kein Auto. "Ich hab' keines, und ich brauch' auch keines." Dafür läßt Wiens Planungsdirektor Straßen planen. Die Südrandstraße (B 301), die Nordostumfahrung (B 302), eine Schnellverbindung Floridsdorf-Kagran (B 3), die Nordautobahn (A 5) und eine Verbindung zwischen der B 301 und der Südosttangente. Außerdem im Programm: eine vierte Spur für die A 2. Deklariertes Ziel der Straßenplanerei: Neue Asphaltbänder sollen die bestehenden, überlasteten frei und flott machen. Denn der Verkehr in, um und durch Wien hat in den letzten Jahren rasant zugenommen - auf der Südosttangente sind täglich bis zu 180.000 Kfz unterwegs. Logisch, daß der im Stau stehende Automobilist zustimmend nickt, wenn ihm neue Straßen versprochen werden.

Was aber, wenn auch die vierte Spur der Südautobahn den hartnäckig weiterwachsenden Verkehr nicht verflüssigen kann? Kommen dann Spur fünf und Spur sechs? Klotz will das nicht ausschließen: "Die vierte Spur dient vor allem der Verkehrssicherheit.


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