Kommentar: Redefreiheit für Thomas Klestil!


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Wie es der Falter wieder einmal geschafft hat: Am 24. Juli mahnt Bundespräsident Thomas Klestil in seiner Eröffnungsrede für die Salzburger Festspiele "Stil und Geschmack" ein und kritisiert eine Kunst, die "Konfrontation statt Harmonie, Provokation statt Gleichklang" suche. Den Tageszeitungen ist, wie Elfriede Jelinek im jüngsten Format anmerkt, "diese Unverschämtheit nicht aufgefallen". Da erscheint Dienstag abend der Falter am Kiosk und verhöhnt Klestil unter der Rubrik "Böse" für seine Vorschläge zur Salzburger "Schubumkehr".

Jetzt geht es aber los. In der Zeit entlarvt Sigrid Löffler Klestils Kunstgeschmack als "gußeisern", dessen Ausdruckskraft als "steifleinen" und den präsidialen Nationalpopulismus als "krachledern". Kaum war der Präsident mit diesem wilden Materialmix metaphorisch eingekleidet, schon springt ihm Karlheinz Roschitz in der Krone vom Sonntag bei, um das Mortier-Interview "für ein Magazin" (sowohl profil als auch Format bringen aus gegebenem Anlaß ein

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige