Streifenweise

Kultur | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Schwarze Komödien - also solche, die in schwarzen Communities spielen - fristen hierzulande ein karges Dasein. Per Synchronisation ungenießbar geworden, machen sie für kurze Zeit in Nebensälen Station und verschwinden meist schnell wieder. Aktueller Fall: "I Got the Hook-Up", wo zwei Brüder namens Black (Master P) und Blue (Anthony Johnson) in Schwierigkeiten geraten, die mit dem nicht ganz legalen Erwerb und der nicht ganz legalen Freischaltung von Handys zu tun haben. Die Handlung ist freilich bloß der Aufhänger für Situationskomik, unkorrekte Witze oder Blaxploitation-Anspielungen, Nebenrollen für Veteranen wie John Witherspoon oder Helen Martin sowie Gastauftritte der Rapper Ice-Cube und Snoop Doggy Dog. Männer sind cool (und dabei nicht immer intelligent), Frauen horny (und dabei nicht gleich automatisch unterbelichtet). Davon hat HipHop schon immer - mit mehr oder weniger Distanz - erzählt. Michael Martins Film ist eine etwas dusselige Komödie, die mit Stereotypen (bekannt

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