Latten zum Lachen

Film: US-Regisseur Ron Howard hat sich mit "EDtv" zu einer müden Persiflage auf Reality-TV und dessen Folgen hinreißen lassen.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Die Technik und ihr Fluch: Wir sind auf Sendung und die zu erwartenden detaillierten Ausführungen zu einem Penis-Implantat - der mechanischen Variante von Viagra sozusagen - veranlassen den Chef einer US-Fernsehstation zu einem drastischen Druck aufs Knöpfchen. Soviel zum Ende. Am Anfang steht das ambitionierte Projekt einer Redakteurin (Ellen DeGeneres), das Quoten steigern und den Amerikanern einen der Ihren rund um die Uhr ins Haus bringen soll. Ed Pukarney (Matthew McConaughey) heißt der Casting-Sieger. Ein thirtysomething, der ein bißchen durchhängt, abends mit seinen Kumpels Billard spielt und tagsüber in einer Videothek seinen Dienst versieht. Der Live-Einstieg in Eds Leben beginnt mit einer Morgenlatte. Was haben wir gelacht. Und mit uns die sauber diversifizierten Zuschauer (eine schwarze Mittelklasse-Familie, weiße College-Girlies, ein schwules Pärchen in New York, ein Latino-Macho-Trio É), die die Serie "EDtv" im gleichnamigen Film ständig kommentieren dürfen, daß


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