Nüchtern betrachtet: Ich kann jederzeit den 80A nehmen!

Kultur | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Als ich unlängst in einem südlichen, seiner italienischen Mode und Weine wegen vielfach geschätzten Nachbarland urlaubte, um die sprichwörtliche Lebenslaune des dort angesiedelten Völkchens durch Devisen noch etwas zu heben, nutzte der südliche Nachbar die Gelegenheit leider, um Schabernack mit meiner Kreditkarte zu treiben. Jetzt nehm' ich so etwas nicht gleich persönlich und sage mir: "Schau, es geht denen nicht um dich, sondern nur um dein Geld, genausogut hätte es einen kanadischen Saisonarbeiter indianischer Herkunft treffen können." Eigentlich eine ungeheure Frechheit. Da putzt Wundes Knie monatelang in Montreal Wolkenkratzerfenster, damit er mit seiner Frau einmal aus dem Wigwam kommt und, des ewigen Pemikan-Kauens müde, sich mal ordentlich Pasta und Gelati reinschaufeln kann, und dann mißbraucht mein südlicher Nachbar Wunden Knies Kreditkarte? Ja, aber hallo! Verständlicherweise ist Wundes Knie sauer. Wäre ich auch. Bin ich auch. Aus Solidarität! Wenn meine indianischen


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