Nacht bei Tag

Sonnenfinsternis Wenn sich am 11. August die Sonne verdunkelt, werden einige Vorhersagen eintreffen - und sich viele Prophezeiungen als überzogen erweisen.

Stadtleben | SigridNeudecker | aus FALTER 31/99 vom 04.08.1999

Was am 11. August nicht alles passieren wird! Weltuntergänge, Verkehrschaos, sich mitten am Tag zur Ruhe bettende Tiere, plötzlich auffrischende Winde - das alles bietet die Sonnenfinsternis, die kommenden Mittwoch Österreich durchqueren und dabei Wien streifen wird. Was tatsächlich geschehen wird, ist leicht erklärt: Der Mond schiebt sich zwischen Sonne und Erde, verdeckt dadurch erstere und beschattet zweitere. Das ist es.

Oder doch noch nicht so ganz. "Den suchen heute alle", stöhnt die Dame am Telefon des Astronomischen Büros von Hermann Mucke, "und gestern auch, und vorgestern auch. Der kommt ja schon gar nicht mehr zum Luftholen." Doch wenn es um Gestirne und deren Machenschaften am heimischen Himmel geht, holt Hermann Mucke gern Luft. Der Leiter des Planetariums im Prater vertreibt sich hin und wieder seine Zeit mit der Berechnung von Finsternissen, Sonne- wie Mond-. Gemeinsam mit seinem belgischen Kollegen Jean Meeus hat er 11.000 "Finsternisse" vorausberechnet. "Wir sind


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