"Ich nütze meine Kontakte"

INTERVIEW Karl Blecha, nun Präsident des roten Pensionistenverbandes, über Tramway-Ermäßigungen, Spin-Doctoring bei der SPÖ, Interventionen beim ORF, Hainburg und seine Abneigung gegen rote Boxhandschuhe.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 32/99 vom 11.08.1999

Hinter seinem Ledersessel hängt eine vergilbte Fotografie: Bruno Kreisky mit seinem politischen Ziehsohn, dem jungen Karl Blecha. Es hat sich viel geändert in den letzten Jahren: Den mächtigen Stuhl des Innenministers hat der 66-Jährige gegen den Vereinspräsidentensessel im "Haus der älteren Generation" getauscht. Der wortgewaltige Ex-Zentralsekretär soll nun die 1,7 Millionen Pensionisten für die Wahlen mobilisieren und Spekulationen über einen künftigen "Rentenklau" ausräumen. Erstmals seit zehn Jahren sitzt der Sozialwissenschaftler wieder im SPÖ-Vorstand. Die Partei, so scheints, hat ihrem "Charly" verziehen. 1989 war Blecha von Franz Vranitzky zum Rücktritt aufgefordert worden, nachdem die Verwicklungen des damaligen Innenministers in den Lucona- und Noricum-Skandal moralisch untragbar erschienen. Der Vorwurf: Blecha soll Waffengeschäfte der VOEST mit dem Iran gedeckt und das Verfahren gegen Udo Proksch per Weisung einzustellen versucht haben. Die Verfahren wegen Neutralitätsgefährdung

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