Jobs: echt oder falsch?

Kommentar: Ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit erkämpft oder erlogen?

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 32/99 vom 11.08.1999

Die Regierung jubelt über den spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit, die Opposition spricht von versteckten Arbeitslosen. Was sagen die Fakten? Im Juli waren 179.100 Personen als arbeitslos vorgemerkt, um 20.200 weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Arbeitslosigkeit heuer bei höchstens 227.000 Betroffenen liegen. Die Arbeitslosenquote wird damit nicht mehr als 4,4 Prozent der Erwerbspersonen betragen - für Österreich ein relativ hoher, im EU-Vergleich der drittniedrigste Wert.

Diese relativ günstige Entwicklung hat verschiedene Ursachen. Die wichtigste bildet die Belebung des Wirtschaftswachstums. Der Zusammenhang zwischen Produktion von Gütern und Dienstleistungen und der Beschäftigung ist nach wie vor sehr eng - Wachstum schafft Arbeitsplätze. Im Juli lag die Zahl der unselbständig Beschäftigten um 47.000 (+1,5 Prozent) über dem Wert des Vorjahres. Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich um 8300. Die Daten zeigen, dass es heute sicherlich leichter


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