Missvergnügen

Seinesgleichen geschieht Das ist kein Spass mehr! Über einige Quälgeister, denen man gerade sommers hilflos ausgesetzt ist.

Armin Thurnher | aus FALTER 32/99 vom 11.08.1999

Ich rede nicht von Gelsen. Dieses ist das Seinesgleichen des Neinsagens. Ich will euch nicht, Themen! Ich will keine Sonnenfinsternis und keinen Mondschmus, will nichts über den Haiderkanzlerschmäh lesen oder gar schreiben und nicht über die üble Laune des Interviewers Fischer, dem das Ennui über Gestalten und Gehalte der österreichischen Innenpolitik nicht nur ins Gesicht graviert, sondern in den Magensaft gebrannt ist. Verschone mich, o Zeitgeläuft, mit neuerlichen Pornopatern! Nichts über die sexuellen Nöte der Priesterschaft mag ich wissen und keineswegs interessiert mich, was die Frau auf der Straße dazu zu sagen hat. Nein, die Aufhebung des Zölibats ist nicht die Lösung. Auch lasse man Adolf Holl außen vor, weil ich, wenn der am Schirm auftaucht, wehmütig werde. Mit zwei Sätzen und einem Gesichtsausdruck verweist er die jetzigen Moderatoren zurück in die Taferlklasse, was aber außer mir keiner zu bemerken scheint. Da sehe ich ihn lieber gleich gar nicht mehr.

Ich möchte,


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