Den Osten in der Schachtel

Zeitgeschichte: St. Margarethen im Burgenland ist nicht in die Geschichtsbücher eingegangen. Jenes Foto, auf dem Alois Mock und Gyula Horn den Eisernen Vorhang 1989 durchtrennten, sehr wohl. Der "Falter" machte mit Mock einen Ausflug in die Vergangenheit.

Politik | Patrik Volf und Nina Weissensteiner | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Wo sind wir?" "In Zagersdorf?" "Nein, da sind wir falsch. Andere Richtung!" - 11. August 1999. Über die burgenländische Landkarte gebeugt debattieren der Chauffeur und sein Minister a. D., wo es nun hingehen soll. Obwohl sie schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen "dorthin" unterwegs sind. Aber Alois Mock selbst hätte den Ort nicht wieder gefunden. Hätte nicht ein Redakteur des burgenländischen ORF Dutzende Fotos und Filmaufnahmen durchforstet, wüsste er heute nicht einmal mehr, dass es bei St. Margarethen war. Die Fahrt zu dem ungewöhnlichen Pressetermin im Grünen am 27. Juni vor zehn Jahren ist dem Altpolitiker dagegen noch in Erinnerung geblieben. "Schon von weitem - von der Straße aus - haben wir die Hunde bellen gehört. Wir waren damals alle ein bisserl nervös."

Die Nervosität war angebracht. Nicht nur wegen der Tretminen, die den Weg an die Grenze säumten und von denen niemand mehr wusste, wo sie lagen. "Da musste uns einer rumführen und uns sagen, wo wir hinsteigen


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