Das Schweigen der Männer

Prater: Vor knapp einem Jahr bestellte die Stadtregierung zwei Manager, die ein Konzept zur Attraktivierung des Praters erarbeiten sollten. Mehrmals wurde es angekündigt - aber bislang nicht vorgelegt.

Thomas Rottenberg | Politik | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Martin Schwarz kann sich gut erinnern. Es war bei einer Pressekonferenz zu Beginn der diesjährigen Prater-Saison, als Alfred Kern ihn - wieder einmal - auf den Boden der Realität zurückgeholt hat. "Es wird sicherlich niemand neben dem Wurstelprater ein Ringelspiel aufstellen", hat der Präsident der Prater-Unternehmer gesagt. Und das war keine Forderung.

Nicht dass Martin Schwarz erpicht darauf wäre, rings um den Wurstelprater Ringelspiele zu betreiben, oder den alteingesessenen Prater-Unternehmern ins Handwerk pfuschen wollte. Martin Schwarz ist Manager. Einer, dessen Aufgabe es wäre, Menschen wie Alfred Kern zu erklären, dass die Zeit, in denen Schaubudenbesitzer den Lauf der Welt rund um ihre Schrebergärten bestimmen konnten, vorbei ist. Bloß: So einfach sei das nicht, seufzt Martin Schwarz.

Seit vergangenem Herbst trägt er, der ÖVP-nahe Unternehmer, den schönen Titel "Prater-Manager". Einen Titel, den sich Schwarz nach guter alter Proporzmanier mit einem Genossen teilen muss.

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