"Ich liebe Österreich!"

Salzburger Festspiele: Intendant Gerard Mortier über Thomas Klestil und Barbara Rett, Mozart und Berio, Oper und Theater, Wien und Salzburg - und über seine Zukunft.

Wolfgang Kralicek und Jürg Stenzl | Kultur | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Gerard Mortier ist gut gelaunt. Der aktuelle Jahrgang der Salzburger Festspiele zählt - abgesehen von Luca Ronconis "Don Giovanni"-Inszenierung - künstlerisch zu den erfolgreichsten seiner Ära; auch das erstmals von Frank Baumbauer verantwortete Schauspielprogramm wurde überwiegend positiv aufgenommen. Trotzdem - und obwohl Mortier eine Verlängerung seines Vertrages über 2001 hinaus definitiv ausgeschlossen hat - stand der streitlustige Flame zuletzt wieder mitten im österreichischen Kulturkampf: Nachdem Bundespräsident Thomas Klestil in seiner Eröffnungsrede - unter Berufung auf Hugo von Hofmannsthal - für die Festspiele "Harmonie" und "Werktreue" eingefordert und den Intendanten - unter Berufung auf Robert Musil - indirekt einen "Lümmel" geheißen hatte, holte Mortier flächendeckend zum Gegenschlag aus und verlor dabei vorübergehend die Nerven: In der ORF-Sendung "Treffpunkt Kultur" warf er der Moderatorin vor, "Blödsinn" zu reden. Als er den Falter in seinem Büro zum Interview

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