Streifenweise

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Anne Wheelers "verführerische Komödie" "Better Than Chocolate" spielt in einer kleinen lesbischen Community in Kanada, zwischen Buchhandlung und Nachtclub, Penthouse und Pavement sozusagen. Maggie (Karyn Dwyer), Teenager, Studienabbrecherin und Teilzeit-Performerin, muss plötzlich ihre ahnungslose Mutter und den Bruder bei sich einquartieren, die strenge Frances (Anne-Marie MacDonald) sieht ihren Buchladen durch Zensur bedroht und Judy (Peter Outerbridge), "male-to-female-transgender" und "not a fucking drag queen", muss den Abbruch der Beziehungen seitens ihrer Familie verarbeiten. Das ist jetzt schon ein bisschen viel - aber noch lange nicht alles, was an Komplikationen, Konflikten und neuen Allianzen in diesem Film auftaucht. Zeit ist Mangelware, alles muss ganz schnell gehen, aus einer ersten Begegnung wird nach fünf Minuten Liebe und um die Ecke wartet schon die entsprechende Krise. Dafür muss man dem Film nicht unbedingt böse sein, aber es trübt doch das Vergnügen. Hier wird


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