Fucking the Business

Musik: Mit seinem vierten Album "Juxtapose" schlägt Tricky erneut einen musikalischen Haken und nähert sich HipHop an. Auf seine Art.

Kultur | Karl Fluch | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Mit TripHop will der Mann schon lange nicht mehr in Zusammenhang gebracht werden. Tricky hat ihn zwar auf seinem Debüt-Album "Maxinquaye" miterfunden, weigert sich aber konsequent, zweimal das Gleiche zu machen. Betrachtet man die Entwicklung von TripHop, muß man Tricky Recht geben: Schläfrige Beats mit entrückten Frauenstimmen, die stehend Ausdruckstanz spielen - wer kann das noch hören?

Tricky ist längst woanders und versorgt seine Hörer unberechenbar mit Stoff. Mit jeder Veröffentlichung erfindet sich der Brite neu. War sein letztes Album "Angels with Dirty Faces" ein wütend getriebener Entwurf, klingt "Juxtapose" nun vergleichsweise entspannt. Vergleichsweise, denn schon das düstere Timbre von Trickys Stimme sorgt dafür, dass "Juxtapose" nicht familienpicknickkompatibel ist. Und natürlich finden sich darauf auch ordentliche Wuchteln wie "Hot Like Sauna".

Tricky reflektiert auf seinem vierten Album weniger eigene Innenansichten als seine momentane Position in jenem Business,


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