Aufgeblättert

Klaus Taschwer | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Sommerzeit ist Urlaubszeit ist Reisezeit. Jenen, die stattdessen der Stadt die Treue halten, bleiben immer noch die Reisen im Kopf bzw. anhand von Büchern. Gleich eine doppelte Expedition in Raum und Zeit kann man auf den Spuren der österreichischen Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer (1797-1858) antreten, die sich 1845 auf eine Nordlandfahrt nach Skandinavien und vor allem nach Island begab. In ihren Aufzeichnungen berichtet sie nicht nur von beschwerlichen Ausflügen ins bizarre Landesinnere der Vulkaninsel; sie gibt auch ihre Eindrücke über die Einheimischen preis: "Überhaupt glaube ich, dass, was Unreinlichkeit anbelangt, die Isländer den Grönländern, Eskimos oder Lappländern nicht viel nachstehen."

Um Unsauberkeiten sprachlicher Art geht es im neuen Buch von R.W.B. McCormack, dessen ethnografische Studie "Tief in Bayern" vor einigen Jahren für Aufsehen sorgte. Hinter dem Pseudonym McCormack steckt der Münchner Amerikanist Gert Raeithel, der sich diesmal auf eine "anglophone


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