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Kunst: Lioba Reddeker hat als Bundeskunstkuratorin ein sehr pluralistisches Programm realisiert. Jetzt ist zu prüfen, was davon in Zukunft brauchbar ist.

Kultur | VitusH.Weh | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Fast Tür an Tür residierten sie im Museumsquartier: Lioba Reddeker in der Basis Wien, Wolfgang Zinggl im Depot - Kunst und Diskussion. Und doch hätte der programmatische Unterschied zwischen den beiden Bundeskunstkuratoren, deren zweijährige Amtszeit nun zu Ende geht, kaum größer ausfallen können: Während Zinggl von einer inhaltlich dogmatischen Kunstdefinition ausging, die er mit seinen 30 Millionen Schilling konzentriert fördern wollte (siehe Falter 32/99), agierte Lioba Reddeker vor allem strukturorientiert.

Neben reinen Künstler- und Ausstellungsprojekten reichte ihr Förderspektrum von Videoschnittplatzkontingenten bis zur Renovierung von Off-Spaces, von der Gründung eines bürgerlichen Kunstvereins bis zum Druck von informativen Broschüren über Pressearbeit, Copyright, Urheberrecht und Leihverträge, von der Vermittlung von Trainee-Plätzen für Kunstkritiker bei internationalen Zeitschriften bis hin zu einer basistage genannten Bundesländertournee. Reddeker lud einige


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