stadtrand: Auskunft

Stadtleben | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen eine Telefonnummer. So was soll vorkommen. Auch, dass gerade kein Telefonbuch zur Hand ist. (Dass das meist nichts nutzt, steht auf einem anderen Blatt.) Also: Sie brauchen eine Telefonnummer. Sie wissen: Wenn Sie die Auskunft anrufen, hängen Sie eine Stunde in der Warteschleife. Zum Glück kennen Sie www.etb.at - das Online-Telefonbuch der Telekom. Dort finden Sie eine Handynummer. Die Mailbox sagt: "Rufen Sie mich zu Hause an." Bloß: Sie haben diese Nummer nicht. Da bei etb aber Name und Adresse des Gesuchten stehen, probieren Sie es doch bei der Auskunft (17 Minuten, geht eigentlich) - dort erfahren Sie: Es gibt überhaupt keinen Eintrag unter diesem Namen. Wie, fragen Sie, was heißt "überhaupt keinen"? - Schließlich hat Ihnen die Online-Datenbank der Telekom gerade eine Nummer der mobilkom verraten.

Ja, meint die verzweifelte Auskunftsdame, das mag schon sein, aber in den Daten, zu denen sie Zugriff habe, könne sie leider weder eine Handy- noch eine Festnetznummer ausfindig machen - und man möge ihr jetzt bitte nicht die Frage stellen, wieso die Telekom ihren Helpdesk-Mitarbeitern schlechteres Datenmaterial zur Verfügung stellt als ihren Online-Kunden. Sie frage sich das nämlich selbst auch schon. Und nicht erst seit heute. T. R.


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