Ordentliches Rascheln

Interview: Vergangenen Freitag wurde die Modedesignerin Birgit Bogusch nach einer Woche U-Haft wegen des "Verdachts der Untreue" entlassen. Im "Falter"-Interview spricht sie über neun Millionen Schilling Schulden, falsche Medienberichte und Helmut Langs erstes Atelier.

Stadtleben | Sigrid Neudecker und Thomas Rottenberg | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Der Aufruhr war - möglicherweise dank dem Sommerloch - groß, als vor knapp zwei Wochen die Modeschöpferin Birgit Bogusch unter dem "dringenden Tatverdacht der Beteiligung an der Untreue" verhaftet wurde. Selbst die "ZIB 2", bei Modeberichterstattung traditionell zurückhaltend, holte Aufnahmen aus dem Archiv.

Nachdem die Untersuchungsrichterin keinen dringenden Tatverdacht mehr erkennen konnte, ist Bogusch wieder auf freiem Fuß, der Staatsanwalt wird entscheiden, ob ein Verfahren gegen die in Wien lebende Leobnerin eingeleitet wird.

Trotzdem werfen die neun Millionen Schilling Kreditschulden der 30-Jährigen, die bereits als Kind ihre Barbie-Puppen auszog, "weil mir das Gewand nicht gefallen hat", die Frage auf, ob die Karriere eines österreichischen Designers zwangsläufig durch finanzielles Wildwasser führen muss. Denn auch Boguschs Kollegen Helmut Lang und Atil Kutoglu haben bereits den einen oder anderen finanziellen Tiefschlag hinter sich.

Falter: Man hat mitbekommen, dass Birgit


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