Ordentliches Rascheln/Modeszene Wien: Es geht voran

Stadtleben | aus FALTER 33/99 vom 18.08.1999

Das ist typisch", ärgert sich Edwina Hörl über das Medienecho anlässlich von Birgit Boguschs Verhaftung, "wenn im ORF über österreichische Mode berichtet wird, dann nie in einem positiven Zusammenhang." Die fehlende seriöse Berichterstattung stört die Designerin, deren Entwürfe ausgefallen genug sind, um nicht in jedem Wochenmagazin präsentiert zu werden, mehr als die ihrer Meinung nach langweilig angezogenen Leute in Wien. "Die inspirieren mich."

Mehr Probleme hat die Wiener Modeszene allerdings mit anderen Aspekten des täglichen Designerlebens. "Ich könnte einen größeren Markt erreichen, wenn ich finanziellen Rückhalt hätte", meint beispielsweise Hörls Partnerin beim Projekt "Modebus", die Taschendesignerin Eva Blut. "Wenn man hier Mode entwirft, ist der Gedanke irreal, das ausschließlich für den österreichischen Markt machen zu wollen." Die Schuhdesignerin Nina Bernert, ebenfalls am Modebus beteiligt, ergänzt: "Man muss klein bleiben." Oder das Risiko einer selbst


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