Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 34/99 vom 25.08.1999

wird der Streit um die ordnungsgemäße Entsorgung der Abwässer für das Ökodorf weitergeführt und ein Biogastank inspiziert.

Laut geltender Verordnungen für Campingplätze ist ein zweiter WC-Wagen am Zeltplatz unbedingt erforderlich. Beamter nimmt an, dass Mensch sich in die Büsche schlägt, auch wenn zuständiger Architekt auf Gelsen verweist. Das geht natürlich nicht - Beamter unterstellt schweigend, dass die Freudenauer Schamottefabrik, der Winterhafen an der schönen blauen Donau, die Öltanklager der Donau-Lager Ges.m.b.H. und der Esso und die Gürtelautobahn die Auflagen der Naturschutzverordnung wie der geltenden Vorschriften für Brunnenschutzgebiete erfüllen. Niemand wird den Beweis antreten können, dass Mensch 250 Meter weit vom oberen Ende der Wiese bis zur Eisenbahnbrücke nächtens zurücklegt, um sich - gemäß den Verordnungen - im gesetzlich zulässigen Höchstmaß zu erleichtern!

Jede Nächtigung - mit Ausnahme des zur Bewachung des Ökodorfs erforderlichen Personals der Veranstalter - wird in der Baubewilligung untersagt.

Zur Sicherung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen schlagen wir Nachtmeditationen vor zum Thema: "Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen"!

Dieses Wunderding, von einem "Falter"-Redakteur hier bestaunt ist ein Biogastank, von "Falter"-Lesern liebevoll Wachtank genannt. Dies deshalb, weil er wacht, während du schläfst. Dann produziert er aus Scheiße und 1/5 Wasser Wärme und schließlich nach einer Woche Methangas, mit dem geheizt, gekocht usw. werden kann. Der Schlamm, der zurückbleibt, ist ein gutes Düngemittel. Nebenprodukte sind garantiert astfreie Erdbeertörtchen und der Jahresbericht des Forschungsministeriums.


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