Die Handy-Catcher

Kommentar: Polizei und Bundesheer haben Geräte, mit denen sie Handytelefonate abhören können. Was passiert dabei eigentlich?

Vorwort | Erich Moechel | aus FALTER 34/99 vom 25.08.1999

Kaum einen Monat verfügt die heimische Polizei über ein Gerät, mit dem sie organisierte Kriminelle, die mit Wertkartenhandys kommunizieren, verfolgen kann, und was passiert? Anstatt den Zuwachs an öffentlicher Sicherheit zufrieden hinzunehmen, bringt irgendein Paranoiker das an die Öffentlichkeit und schreit dazu: Achtung, Überwachungsstaat!

Und dann wird auch noch damit argumentiert, dass dieser so genannte "IMSI-Catcher" ("International Mobile Subscriber Identity") bei der obersten Fernmeldebehörde nicht ordnungsgemäß gemeldet war. Haben die Leute nichts Besseres zu tun, als unsere Polizei mit Spitzfindigkeiten am Überwachen nigerianischer Drogendealer zu hindern?

Gewöhnlich ist die öffentliche Debatte hierzulande mit Rhetorik dieser Art schon wieder beendet. Die wesentlichen Fragen aber werden, weil technischer Natur, ganz einfach nicht gestellt. Mit ziemlicher Sicherheit handelt es sich bei dem vom Innenministerium angeschafften Gerät um eine von der Münchner Firma Rohde


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