Mit Krone und Kartell

Wahlkampf: Die Grünen spekulieren über eine neue Zusammenarbeit mit der SPÖ. In Wien dagegen macht sich das grüne SPÖ-Feindbild, Peter Pilz, auf Vorzugsstimmenfang.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 34/99 vom 25.08.1999

Rechnen ist Alexander Van der Bellens Fach. Das seiner Gegenüber ist es nicht. Und so brauchte es beim Treffen der grünen Mandatare und solcher, die es noch werden wollen, auf der steirischen Riegersburg nur einen salopp formulierten Satz, um im Wahlsommer Schlagzeile zu machen: Die Grünen, so Van der Bellen, könnten die SPÖ bei der Bildung einer Minderheitsregierung parlamentarisch unterstützen. Selbst wenn die kursierenden Umfragen der SPÖ höchstens 38 Prozent und den Grünen allerhöchstens neun Prozent zugestehen. Im besten Fall gäbe das noch keine Mehrheit. Aber es bleibt Spekulationsstoff. Auch wenn zum Wahlkampfauftakt mit einer Unterschriftenkampagne zum Fall Omofuma gegen den sozialdemokratischen Innenminister geblasen wird und nun in Wien einer umgeht, der eher als grüner Gottseibeiuns für die SPÖ gelten kann: Peter Pilz.

Pilz will wieder ins Parlament. Mit Vorzugsstimmen. Etwa 25.000 wird er in ganz Wien dazu brauchen. Und eines steht für ihn fest: "Es wird a Hetz!"


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