Wenn Gitarren schreien

Musik: Martin Siewert ist einer der herausragenden Musiker der jungen österreichischen Improvisationsszene. Beim Jazzfestival in Saalfelden präsentiert der aufstrebende Gitarrist sein neues Projekt.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 34/99 vom 25.08.1999

Der Mann wird seinen Weg machen. Denn Martin Siewert weiß, wohin er will. Zum Beispiel nicht an die Berklee School of Music, das internationale Mekka in Sachen zeitgenössischer Musikausbildung: Vor vier Jahren hatte sich der damals 23jährige Siewert zwar eines der raren Stipendien für die prestigereiche Institution erspielt - sich dann aber doch entschlossen, in Österreich zu bleiben. Zum einen wollte er hier seine Studien abschließen, zum anderen wollte er seinen eigenen Weg gehen. Zu Recht: Die kurz danach eingespielte erste CD trug ihm 1997 prompt den österreichischen Jazzpreis "Newcomer des Jahres" ein.

Bis dahin hatte der in Saarbrücken geborene Siewert allerdings einige Umwege hinter sich gebracht. Nach der Übersiedlung nach Wien - sein Vater, ein Althistoriker, wurde vor 15 Jahren an die hiesige Universität berufen - lagen die ersten bis heute prägenden musikalischen Vorlieben in der gitarrengeprägten Alternativ-Rock-Szene: Hüsker Dü und Dead Kennedys waren im Jugendzimmer


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