"Die sind wahnsinnig"

Polizeiskandal Geschäftsleute haben beobachtet, wie ein Polizist einen Mann vor Dutzenden Passanten brutal gegen den Kopf trat und misshandelte. Weder Justiz noch Polizei haben gegen den Beamten Ermittlungen eingeleitet.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 35/99 vom 01.09.1999

Der Schrei war nicht zu überhören. Der Geschäftsmann Karl G. eilte zum Fenster seines Büros, blickte auf die Landstraßer Hauptstraße und traute seinen Augen nicht. Eine junge Mutter rannte mit Kinderwagen über die Straße und rief: "Hilfe, Polizei! Da läuft ein Mann meinem Freund mit einer Pistole nach!" Karl G. eilt auf die Straße. Was er in der Folge mit ansehen muss, könnte sich zu einem der größten Polizeiskandale Wiens auswachsen. Nicht nur Karl G., auch ein zufällig anwesender und dem Falter namentlich bekannter Journalist sowie die Geschäftsfrau Ingrid K. bestätigen seine Angaben. Dem Falter liegen nun erstmals schriftliche Zeugenprotokolle vor (siehe Kasten), die einen Beamten der Wiener Polizei schwer belasten. Der Polizist soll vor den Augen seiner Kollegen den bereits gefesselten Kaffeehauspächter Mischa P. mehrmals gegen den Kopf getreten und schwer misshandelt haben. "Diese Amtshandlung ist völlig entgleist. Mein Mandant war grün und blau", sagt P.s Anwalt


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