Die heutige Jugend

Fernsehen Die erfolgreichste US-Cartoon-Serie seit den "Simpsons" kommt jetzt auch bei uns ins Kabel: "South Park" ist nicht besser, aber noch derber.

Medien | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 35/99 vom 01.09.1999

Kyle hat ein Problem. Kyle ist Jude, und seine Mutter hat ihm deshalb verboten, im Krippenspiel mitzuspielen. "It's hard to be a jew on Christmas", singt er traurig. Aber auch Eric Cartman hats nicht leicht. Er ist viel zu fett - auch wenn er das nie zugeben würde -, und Außerirdische haben ihm eine Analsonde verpasst, die unter anderem dazu führt, dass er Feuer furzt. Stan wiederum leidet unter einer psychosomatischen Überreaktion: Immer, wenn ihn die verehrte Wendy Testaburger anspricht, muss er sich übergeben. Das allergrößte Handicap aber hat der kleine Kenny zu tragen: Er stirbt zu leicht. Mal wird er erschossen, mal überfahren, er verbrennt in glühender Lava oder in der Mikrowelle, er wird von der Raumstation Mir erschlagen oder von Truthähnen zerfleischt.

Wir befinden uns in South Park, einem kleinen Städtchen in den verschneiten Bergen des US-Bundesstaates Colorado. Hier spielt die gleichnamige Zeichentrickserie für Erwachsene, die in den USA seit zwei Jahren für Quotenrekorde


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