Großvaters Auferstehung

Film In Kusturicas "Schwarze Katze, weißer Kater" geht der im bekannten STS-Song geäußerte Wunsch endlich in Erfüllung. Großvatta kummt owi, und auch Jugoslawien lebt irgendwie weiter.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 35/99 vom 01.09.1999

Matko, ein Zigeuner, der vom Schwarzhandel mit den russischen Donauschiffern lebt, plant die Entführung eines Benzin transportierenden Güterzugs - ein Coup, der ihn auf einen Schlag reich und unabhängig machen soll, der aber um ein paar Nummern zu groß für ihn ist. Sein alter Bekannter, der Gangster Dadan, streift nicht nur allein die ganze Beute ein, sondern verlangt zudem auch noch Schadenersatz: Zare, Matkos Sohn, müsse Afrodita, seine kleinwüchsige und um einiges ältere Schwester, zur Frau nehmen.

Kein Zweifel, mit "Schwarze Katze, weißer Kater" ist Regisseur Emir Kusturica auf das vertraute Terrain seiner früheren Arbeiten zurückgekehrt; zu Liebeshändeln und Heiratssachen und dazu, wie eins - ganz anders als erwartet - schließlich doch noch zum andern kommt: Denn Afrodita schwört auf die Liebe auf den ersten Blick, und in Zares Fall ist das schon Ida, die blonde Kellnerin, die im Lokal seiner Großmutter arbeitet. Bis zum Schlusstitel ("Happy-End") ist es hier allerdings


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