Never mind

Dokumentarfilm "Kurt & Courtney" von Nick Broomfield ist ein Film über Kurt Cobain und Courtney Love - und über die Schwierigkeit, einen solchen Film zu drehen.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 35/99 vom 01.09.1999

Wie dreht man einen Film, den man nicht drehen kann? Zum Beispiel, indem man die Ebenen wechselt und einen Film genau darüber dreht, indem man die Missgriffe und Fehlschläge, die Behinderungen durch Dritte und die eigene Involviertheit zum eigentlichen Gegenstand macht. Der britische Dokumentarfilmer Nick Broomfield hat diese Möglichkeit im Lauf der Jahre zum Prinzip erhoben. "Kurt & Courtney", sein jüngstes Werk, verfolgt gleich mehrere Themen: den Werdegang des "großen Künstlers" Kurt Cobain, die Liebesgeschichte von Kurt und Courtney, ihre problematische Beziehung sowie die Spekulationen, ob Courtney Love nun mittelbar am Tode ihres Ehemanns beteiligt war oder nicht.

"Kurt & Courtney" ist ein schundiger Film. Das ist zunächst - wenn man an die TV-üblichen Hochglanz-Rockumentaries denkt - ein durchaus erfreulicher Aspekt von Broomfields Bemühungen. Gerade weil ihm Gelder entzogen, der Zugriff auf Archivmaterial (Videoclips, Interviews und dergleichen) weitgehend verunmöglicht


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