Zu früh gefreut

Neues Lokal In allen Ländern mit traditionell entsetzlicher Kaffeekultur boomen so genannte Coffeeshops. Und jetzt fängts auch in Wien an.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 35/99 vom 01.09.1999

Hey super, denkt man sich: ein Coffeeshop mitten auf der Kärntner Straße! Sollte da tatsächlich die Legalisierung weicher Drogen völlig unbemerkt, nur wenige Schritte von der Zentrale der Feindseligen Partei Österreichs entfernt, in Wiens Parade-Hochfrequenzlage stattfinden?

Nein. Denn unter "Coffeeshop" wird leider nur in Amsterdam das Lokal mit der Lizenz zum Verkauf aromatischer Nutzpflanzen verstanden, in der restlichen Welt heißt es, dass man Kaffee im Stehen trinken kann. Erfunden wurde das Coffeeshop-Prinzip von Howard Shultz, der 1985 begann, aus dem kleinen Kaffeegeschäft Starbuck's auf Seattles Pike Place Market eine international agierende Kette mit heute an die 1400 Filialen zu machen. Neben dem für amerikanische Verhältnisse bahnbrechend starken Espresso waren es Kreationen wie der Milchkaffee "Latte" (sprich: lahdi), aromatisierte Kaffees und vor allem ein eigener Code aus verballhorntem Italienisch, die den Erfolg ausmachten.

Das Prinzip dieses "Erlebnis-Cafes" wurde

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