Datenlose Stadt

Wohnbau Gemeindewohnungen bleiben Nicht-Österreichern versagt. Stattdessen sollte der geförderte Wohnbau verstärkt für Ausländer geöffnet werden. Wie viele nun tatsächlich davon profitieren, weiß niemand.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Gestritten wird seit Jahren mit unverminderter Härte. Kaum ein Thema hat die Stadt in den vergangenen Jahren mehr aufgewiegelt als die Frage, ob Ausländer in Gemeindewohnungen einziehen dürfen sollen oder nicht. Die Wiener SPÖ erklärte mit Rücksicht auf die Klientel des Gemeindebaus ("Die Leute wollen des ned", so Bürgermeister Michael Häupl), statt des gemeindeeigenen Hauses Ausländern verstärkt günstige Wohnungen im geförderten Wohnbau anzubieten. Die Sache hat nur einen Haken. Die Gemeinde Wien, welche den Bau von Wohnbauten aus eigenem Budget unterstützt, besitzt keine Aufzeichnungen darüber, wie viele nichtösterreichische Staatsbürger in den letzten Jahren um eine geförderte Neubauwohnung angesucht haben. Dasselbe gilt für die Frage, wie viele eine solche in den letzten Jahren erhalten haben. Auch bei der von der Gemeinde vergebenen so genannten "Superförderung" existieren keinerlei Aufzeichnungen über die Nationalität. Die Superförderung soll vor allem Startwohnungen


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