Internet ist Fernsehen ist Internet

Television Und jetzt alle zusammen: Über die Hochzeit von TV, Netz und Business, und was sich der Medienkonsument davon erwarten darf.

Medien | Markus Zwettler | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Fernsehen, Fenster zur Welt. Kanaltreue Zuseher millionenfach vor farbigen Schirmen. Antennenwälder auf den Dächern der Stadt als urbane Botanik der Fernseh-Ära. Eine Ökologie mit zweifelhafter Zukunft. Denn Fernsehgeräte mutieren zu Mehrzweck-Monitoren. PC-Bildschirme empfangen via Internet digitale Videokonserven. In sieben, spätestens zehn Jahren sollen Televisionen generell, also auch terrestrisch, digital ausgestrahlt werden.

Siegfried Zielinski, Großmeister der TV-Theorie, notierte 1983: "Die Entstehung der modernen Satellitenstädte und der Mietbunker mit ihren anheimelnden Kastenwohnungen mit Balkonaustritt, Schlauchküche, Kinderabstellkammer und Schlafnische hat ihrerseits dazu beigetragen, dass der Konsum von Fernseh- und Phono-Unterhaltung in diesen Brutstätten der Reproduktion zugenommen hat." Alltagsgeschäfte vom eigenen Monitor zu Hause aus abzuwickeln war für ihn damals schon logische Konsequenz.

1999, Berlin. Funkausstellung: Während sich die Kabelbetreiber einig


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