Die Rache der realen Ratte

Kunst Das Medienkunst-Festival Ars Electronica widmet sich dieses Jahr dem Thema "LifeScience". Wo jahrzehntelang dem Fortschritt in der Kommunikations- und Computertechnologie nachgespürt wurde, soll es ab sofort um Biotechnologie gehen.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Die Ars Electronica feiert heuer Jubiläum. Zwanzig Jahre hat das Linzer "Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft" schon auf dem Buckel. Für eine Veranstaltung, die ständig die neuesten Entwicklungen aufzeigen will, ist das eine lange Zeit. Ursprünglich war ja lediglich eine Ergänzung des alljährlichen Brucknerfestes durch zeitgenössische Computermusik angedacht worden. Herausgekommen ist 1979 dann die "Ars Electronica" mit einem wissenschaftlichen Symposium über Computergrafik, einer Preisverleihung für elektronische Musik, mit verschiedenen Performances und Konzertveranstaltungen im öffentlichen Raum. Dass man das Festival im folgenden Jahr gleich wiederholte, lag am kolossalen Erfolg der sogenannten "Linzer Klangwolke". Hunderttausend Menschen strömten damals ans Donauufer, um sich Bruckners achte Symphonie anzuhören, während eine Lasershow am Himmel silberne Luftballons illuminierte.

Beim inhaltlichen Spagat zwischen Eventkultur und strengem Wissenschaftsdiskurs


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