Die Rache der realen Ratte/Ars 99: Life Science: Komplexer als Klonschafkarikaturen

Kultur | Oliver Hochadel | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Novartis, der Name des Kosponsors, erregt sofort Verdacht. Der Schweizer Pharmariese, der massiv in die Gentechnik investiert, übernimmt 20 Prozent des Budgets des "LifeScience Symposions" bei der Ars Electronica. Ein Blick auf die Rednerliste stimmt dann wieder etwas gelassener: Das ganze Spektrum der biowissenschaftlichen Diskussion ist repräsentiert und reicht von den Vertretern der Gentech-Firmen über ambivalent argumentierende Sozialwissenschaftler bis hin zu ausgesprochenen Kritikern der neuen Technologie. Ars-Direktor Gerfried Stocker wollte einfach auch die Produzenten der neuen gentechnischen Fakten mit von der Partie wissen.

Die Ausgewogenheit der illustren Rednerliste zeigt, dass die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Protagonisten umdenken - zumindest was die Kommunikationsformen angeht. Die Schweizer Gentechnik musste im letzten Jahr eine existenzbedrohende Volksabstimmung überstehen, was dank intensiver "Öffentlichkeitsarbeit" auch gelang. Auch die starken Umsatzeinbußen


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