Von Bären und Affären

Film Mit gleich zwei Regiearbeiten, dem Wikinger-Schinken "Der 13. Krieger" und dem Krimi-Remake "Die Thomas-Crown-Affäre", meldet sich Action-Urgestein John McTiernan zum Dienst zurück.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Wenn in einer Zeit, da alle Hollywood-Regisseure außer Spielberg zwei bis drei Jahre für einen Film benötigen, gleich zwei neue Filme von John McTiernan in die Kinos kommen, dann ist es womöglich verlockend, Parallelen zwischen ihnen festzustellen. Allein, ein Vergleich zwischen "The 13th Warrior" und "The Thomas Crown Affair" zeigt nicht viel mehr, als dass sie ziemlich verschieden sind: ein um die Zeit der vorigen Jahrtausendwende im nordischen Norden angesiedelter, polternd-pathetischer Wikingerfilm (falls es dieses Subgenre gibt) und das Remake eines dreißig Jahre alten Erotik-Krimis um einen stilbewussten Gentleman-Dieb. Regisseur McTiernan trat bisher vorwiegend mit Actionfilmen in Erscheinung, bescherte dieser Gattung 1988 mit "Die Hard" den Prototyp ihrer "Kammerspiel"-Variante (Computergame-artiges Durchlaufen von "stages" in ausweglosen, labyrinthischen Architekturen) und brachte seitdem nichts ähnlich Prägnantes mehr zustande.

Der Grund dafür, dass McTiernan nun im Doppelpack

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