KüSV machts wieder gut

Kulturpolitik Seit fast zwei Jahrzehnten wird erfolglos an einer Künstlersozialversicherung (KüSV) gebastelt. Auch Kunst-Staatssekretär Peter Wittmann wird sie vorerst nicht zustande bringen.

Kultur | Daniela Koweindl und Sabine Schally | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Das Problem ist folgendes: Es gibt die, die Unterstützung bräuchten, und es gibt jene, die dafür einspringen müssten. Keiner will zahlen, jeder will profitieren, und im Grunde "sind wir doch alle eine Solidargemeinschaft", wie Kathrin Kneissl vom Kunst-Staatssekretariat in ihrer Funktion als Vorsitzende des Redaktionsteams für eine Künstlersozialversicherung (KüSV) erklärt.

Das Problem ist alles andere als neu: Bereits am 17.11.1981 brachte der damalige Sozialminister Alfred Dallinger einen ersten Entwurf für eine Künstlersozialversicherung ein. Im Kunstförderungsgesetz von 1988 wurde in Paragraph 1, Abs. 1 schließlich eine Verbesserung "der sozialen Lage der Künstler" festgeschrieben. Auf Diskussionen folgten Diskussionsentwürfe, den Entwürfen folgten weitere Diskussionen: ein Forderungskatalog von Seiten der Künstler im Frühjahr 1998, danach ein zwei Seiten umfassendes Papier des Bundeskanzleramts (BKA), dann Verhandlungsrunden mit beiden Parteien, im ersten Halbjahr 1999


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