Nüchtern betrachtet: Kärnten, Koch und kleine Cardinale

Kultur | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Zugegeben: Zweimal innerhalb eines Sommers nach Kärnten fahren heißt, den Herrgott herauszufordern. Zumindest den Kärntner Herrgott. Und der lässt auch schon mal alle viere grade und sich selbst einen guten Mann sein. Dabei war ich diesmal vorsichtshalber ohne Tochter angereist, um mir nicht wieder die Pensionstür weisen lassen zu müssen, weil der Wirt seinem stinkigen Zimmer keine Kinder zumuten kann und hauptsächlich mit dem Ausbau seiner Arschlochhaftigkeit beschäftigt ist.

Ansonsten wird der Gast in diesem landschaftlich durchaus gefällig durchgestalteten Bundesland ja groß geschrieben. Also bestellte Dr. Jamaaladeen, in dessen Begleitung ich mich nach Kärnten begeben hatte, um dortselbst dem global gültigen Gott der Klarinette zu lauschen und zu huldigen (ein Unterfangen, das Samir H. Köck, selbst ernannter Erzbischof der katholischen Jazzkritik, durch häretische Spompanadeln erfolglos zu hintertreiben suchte), guten Glaubens ein Taxi. "Nein, nicht halb sieben, sondern


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