Das Brot ist voll

Brot Immer weniger Bäckereibetriebe eröffnen immer mehr Filialen. Kleine Bäcker bleiben auf der Strecke - oder passen ihre Strategien dem veränderten Markt an.

Stadtleben | Sigrid Neudecker und Christopher Wurmdobler | aus FALTER 36/99 vom 08.09.1999

Beispiel: Mariahilfer Straße. Die Bäckerfilialen zwischen Museumsquartier und Westbahnhof in der Reihenfolge ihres Auftretens: Mann, Anker, Gradwohl, Anker, Mann, Anker, Ströck, Anker, dazwischen noch Backstationen bei Billa und Merkur.

Beispiel Tuchlauben: Die Straße in der Inneren Stadt verfügte bis vor kurzem über gerade mal einen Bäcker. Janele, der Familienbetrieb von der Wieden, hatte hier ein winziges, etwas in die Jahre gekommenes Outlet. Inzwischen gibt es auf den paar Metern zwischen Hohem Markt und Kohlmarkt zwei weitere Bäckereien. Direkt neben der Janele-Filiale hat der steirische Bäcker Auer eine schick designte Brotboutique eröffnet und bringt wagenradgroße Brotlaibe unters hungrige Volk. Und ein paar Schritte stadteinwärts sperrte Felber vor drei Wochen ein riesiges Brotgeschäft mit Snackgastronomie auf.

Seit längerem tobt in der Stadt ein Brotkampf. Zu lange hat der traditionsreiche Konzern Anker den Markt beherrscht. Jetzt wollen auch die kleineren Bäckerketten


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