Ein Hauch von Wende

Seinesgleichen geschieht Katzenjammer: Politiker und Journalisten blicken in den Spiegel. Wahlen kommen auch noch.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Wahlzeit ist, und ein milder Herbsthauch von Wende weht durchs Land. Da will alles, was sich bewegt, besonders gut beobachtet sein. Jede kleinste Bewegung kann entscheiden! Zum Beispiel die Pressestunde mit dem Prinzen, von dem man gar nicht mehr weiß, welches alliterierende Attribut man ihm beigesellen soll, weil er jede Woche neu schillert: "Prinz Porsche" und "Prinz Popo" hatten wir schon. In dieser Woche wäre "Prinz Plakat" angebracht. Oder "Prinz Presse", "Prinz Pressestunde" gar?

Unter der Ägide des fürchterlichen Oberosterhasen, dessen verständnisvolles Lächeln mild über den Polit-Bösewichtern der Nation leuchtet, während er bei den kleinen Oppositionellen eher zur Strenge neigt, spielen mäßig gut gelaunte Journalisten die undankbare Rolle der sprechenden Beilage zum sonntäglichen Rabenbraten. Kollege Rainer machte es diesmal wenigstens ansatzweise richtig, indem er versuchte, Haider in der Sache zu widersprechen, sich nicht auf emotionale Geplänkel einzulassen oder gar


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