Dolm Der Woche: W. Fasslabend

Politik | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Wie bewirbt man das Bundesheer? "Schau nach bei Haider!", dürfte sich Verteidigungsminister Werner Fasslabend gedacht haben. Spiele ein wenig mit der Angst vor "Überfremdung", setze das Wort "Hilfe" in fetten orangen Lettern über einen die Hände hochhaltenden illegalen Einwanderer. Dahinter posiere ein Soldat, der den Flüchtling nach Waffen durchsucht. Fehlt nur noch ein reißerischer Slogan: "Man schreit um Hilfe, wenn Illegale über unsere Grenzen kommen", haben die Werbestrategen dann noch über das Szenario gepinselt. Natürlich ist es wichtig, dass grüne Grenze und illegale Einwanderung kontrolliert werden, aber die neue Plakatserie (gestaltet von New Advertising) spielt bewusst mit fremdenfeindlichen Vorurteilen und Klischees. Derartige Plakate waren wir bisher nur von der FPÖ gewohnt. Dass sich eine demokratische Einrichtung wie das Bundesheer in Xenophobie übt, ist verheerend.


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