Jobs braucht das Land!

Bildung. Österreichs Schulen entdecken die Vernetzung. Konzerne nutzen sie als Kaderschmiede.

Markus Zwettler | Medien | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Vor dreißig Jahren reagierte ein Computer der University of California auf das "log" eines Rechners der University of Stanford mit "in". Die ersten Schritte für ein weltweites Datennetz waren vollbracht. Vor dreißig Jahren spazierte die Menschheit erstmals "on the moon". Hippiekultur,freedom and peace waren angesagt.

30 Jahre danach ist eher von Wirtschaft die Rede. Neue Medien bedeuten neue Märkte. Die im heurigen Schuljahr gestartete "Qualifikationsoffensive Infotech" behauptet von sich: "Dem Bedarf der Wirtschaft nach ausgebildeten Fachkräften wird in den Bereichen Datenbankspezialisten, Mediendesigner, Internetspezialisten, Webmaster, Multimediaproduzenten und Screen-Designer Rechnung getragen." Österreichweit schließen derzeit etwa 2000 Jugendliche eine Ausbildung für diese Berufsfelder ab.

Das österreichische Bildungswesen ist bereits relativ gut vernetzt. In den letzten drei Jahren investierte das Unterrichtsministerium 850 Millionen Schilling in den Ausbau der Informationstechnologien

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