Kommentar: Lasst Mentha und sein Team arbeiten!

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Glaubt man den Kulturpolitikern, dann ist Wien die Welthauptstadt der Musik. Glaubt man den Programmvorschauen der verschiedenen Musikveranstalter, dann steht uns eine - verhältnismäßig - öde Konzert- und Musiktheatersaison bevor. Musikverein wie Staatsoper dümpeln in satter Zufriedenheit vor sich hin; die Leitung des Konzerthauses ist zu sehr mit der Generalsanierung des Hauses beschäftigt, als dass sie die innovative Programmgestaltung der Jahre zuvor fortschreiben könnte; auch der Jazzclub Porgy & Bess baut um und hält nur eingeschränkten Betrieb im Asyl des Radiokulturhauses aufrecht; und für die neue Musik gibt es sowieso keinen eigenen Raum.

Da bekommt ausgerechnet die Volksoper einen neuen Direktor, der für frische Impulse zu sorgen verspricht. Dominique Mentha hat die Erwartungen an seinen Innovationswillen besonders hoch geschraubt - schon durch rein äußerliche Signale: Dem Haus am Währinger Gürtel wurde der über drei Stockwerke reichende, knallrote Schriftzug "Volksoper",


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