Falling Down

Film "The Killer" von Darezhan Omirbajev zeigt die kasachische Realität, wie wir sie uns vorstellen: trostlos.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Vielleicht können sich manche noch an den "Kuh Elsa"-Witz erinnern, der es zu "Nonstop Nonsense"-Zeiten in der Cover-Version von Didi Hallervorden zu einiger Popularität brachte. Er beginnt mit den Worten "Die Kuh Elsa ist tot", worauf der Knecht dem Bauern auf Nachfrage Schritt für Schritt eröffnet, dass dieser sein ganzes Hab und Gut zuzüglich seiner Ehefrau bei einem Brand verloren hat.

Ein bisschen nach dem Kuh-Elsa-Prinzip funktioniert auch Darezhan Omirbajevs "Killer". Und wie der zitierte Witz ist er abgrundtief traurig. Er erzählt vom Chauffeur Marat, der - seine junge Frau und sein Neugeborenes auf dem Rücksitz - einen an sich harmlosen Auffahrunfall mit fatalen Folgen verursacht. Der Fahrer des beschädigten Wagens nimmt Marat die Papiere ab, dieser muss den Schaden aus eigener Tasche berappen und gerät über Vermittlung eines mit ihm befreundeten Barkeepers an Kredithaie, die Darlehen zum schlanken Prozentsatz von ein Prozent pro Tag verleihen. Damit ist das Kuh-Elsa-Prinzip


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