Traurige Hundeaugen

Literatur Paul Austers "Timbuktu" empfiehlt sich schon jetzt als Weihnachtsgeschenk: ein Roman, so ergreifend wie eine Christkindl-Doppelfolge von "Lassie".

Kultur | Stefan Ender | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Paul Auster ist ein Schriftsteller, dessen Wirken hinlänglich bekannt ist. Mit der "New-York-Trilogie" trat er Mitte der Achtzigerjahre in das Bewusstsein einer literarisch interessierten Öffentlichkeit und verweilt dort dank zahlreicher weiterer Romanerfolge und einer Erweiterung seines Tätigkeitsbereiches in Richtung Drehbuch (erfolgreich) und Filmregie (weniger) bis zum heutigen Tag. Gerade noch rechtzeitig vor der allherbstlichen Neuerscheinungslawine anlässlich der Frankfurter Buchmesse erscheint nun das jüngste Werk des mittlerweile auch schon 52-Jährigen: "Timbuktu".

Schöner Titel, zuerst einmal (geheimnisvoll!). Schönes Umschlagbild, auch: Ein schwarzhaariger Hund blickt ernst und traurig vor weißem Hintergrund. Alle Hoffnungen fahren lassen müssen jetzt jene, die sich aufgrund des Titels schon auf einen großen Herumirren-und-Sinnsuchen-in-Afrika-Roman a la Paul Bowles gefreut haben - nein, Timbuktu hat in diesem Roman nichts mit der gleichnamigen Stadt in Mali zu tun.


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