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Literatur Zwei heimische Glanzlichter im Bücherherbst: Monika Helfer und Paulus Hochgatterer überzeugen mit zwei grundverschiedenen Büchern und jugendlichen Helden.


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Mit Kindern ist das so eine Sache. Sie sind schwierig. Kompliziert. Leicht geraten sie altklug, tun tiefe Wahrheiten kund. Und oft kommt es zu fürchterlichen Missverständnissen. Als Monika Helfer beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb einen Ausschnitt aus ihrem soeben erschienenen Roman "Mein Mörder" las, empfand Juror Dieter Bachmann den Text als unangemessen "cool" und empfand ihn als (missglückten) "Versuch einer erfahrenen Autorin, Jugendbewusstsein und damit auch die Sprache von Jugendlichen wiederzugeben".

Weiter danebenliegen kann man kaum, und Helfer, die - wie sie im Gespräch mit dem Falter gestand - nur teilgenommen hatte, um ihr Buch zu promoten, zeigte sich damals entsprechend entsetzt: "Ich war völlig schockiert und habe mir gedacht: Wenn das jetzt die Runde macht, kann ich mich erschießen. Der Vorwurf, ich würde mich der Jugend anbiedern, trifft mich am meisten - weil ich nichts ärgerlicher finde."

Nun hatte Helfer zwar das Pech, preislos aus Klagenfurt scheiden

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