"Scheiß Viech, bravo!"

Krieau Der Wiener Trabrennverein hat große Pläne: Nach der Teilrenovierung der Tribüne konnte vergangenen Sonntag das höchstdotierte Rennen Österreichs veranstaltet werden. In dem Stil soll es weitergehen.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

An Wochentagen ist das Leben in der Krieau beschaulich. Zartes Landaroma liegt über dem Gelände, hin und wieder trabt eine Katze vorbei. Oder ein Pferd. Wenn sich mittags die Dorfbewohner im "Krieauer Beisl" treffen, ist das Einzige, was rennt, der Schmäh. Es geht zu wie in einer großen Familie mit - zugegeben - vielen Haustieren. Fragt jemand doch einmal "Wer ist das?", meint er damit meistens ein Pferd. Für gut 300 von ihnen ist Platz in der Krieau.

"In der Freudenau sind die Leut, die sich für was Besseres halten", meint einer, dessen Tagesbeschäftigung es ist, sich um die Pferde seines Onkels zu kümmern. "Galoppieren ist auch eher ein Mädchensport. Mädchen wollen immer selber reiten." Der Onkel hat eine Baufirma und einen Stall voller Pferde. Die vermehren sich, wenn auch nicht immer auf natürliche Weise. 100.000 Schilling kann ein kleines Röhrchen mit Championsperma schon kosten. Ein fertiges Siegerpferd, das schon einige Rennen gewonnen hat, geht leicht in die Millionen.


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