Von den Socken

Shopping Für Werner Krb sind Socken keine löchrigen, müffelnden Fußüberzieher, sondern elegante und bequeme Haute Couture, in der man geht.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 37/99 vom 15.09.1999

Die Boutique, die ich hier zwölf Jahre lang geführt habe, ist schlecht gegangen", sagt Werner Krb, "seit gut einer Woche verkaufe ich ausschließlich Socken. Jetzt habe ich wohl das einzige Spezialgeschäft für Fußbekleidung." Während Krb weiter erzählt ("Jetzt bin ich von Tausenden von Socken umgeben"), juckt es den Zuhörer erstmals in den Fingern. "Bei Socken brauche ich eine erhöhte Kundenfrequenz", erklärt Krb weiter, "das ist ja an und für sich ein klassischer Mitnahmeartikel." Die Versuchung wird stärker. "Babysocken gehen bei mir überhaupt nicht, die kauft man gleich mit den übrigen Kindersachen. Ich lebe von Stammkunden, Sockenabteilungen gibt es ja in jedem Kaufhaus."

Der Drang wird zum Zwang: Bei jemandem, der so viel über Socken spricht, muss man es wissen: Was trägt der Mann darunter? Werner Krb flink ans Hosenbein gefasst. Er ist gerade bei den Preisen ("Für jede und jeden, für jede Preisklasse"). Stille im Geschäft: Der Besitzer des Sockengeschäfts "Werner"


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