Ein Hauch von Ländle

Seinesgleichen geschieht Mehr Katzenjammer: Die Vorarlberger Landtagswahl macht einen scharfen Rückenwind.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Ich komme vom Gebirge her und bringe eher gemischte Nachrichten mit. Zuerst die gute: Die Föhnböen vermochten dem Flugzeug nichts anzuhaben, es wackelte und bockte nur ein bißchen. Nichts, woran man sich nicht gewöhnen könnte, hat man nicht gerade eine Tasse heißen Kaffees in der Hand. Nun die mittelgute: Schwarzweiß Bregenz decouvrierte Rapid Wien als Hundstruppe, brachte es aber dennoch nicht zu mehr als einem Unentschieden und bleibt Tabellenletzter. Die schlechte: dort, wo ich herkam, fanden auch Landtagswahlen statt.

Die FPÖ, Sie wissen es, gewann 50 Prozent dazu und kletterte von 18 auf 27 Prozent; die ÖVP verlor die absolute Mehrheit, und die SPÖ schrumpfte zur besseren Splitterpartei. Die ÖVP holte immerhin noch 46 Prozent aller Stimmen, und nur in Vorarlberg kann man das als Niederlage interpretieren. Dort aber muss man das tun, denn dort, im Gebirg, an Rhein und Bodensee sind die Schwarzen sächsische Verhältnisse gewohnt; dort waren die Schwarzen, was die Roten in


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