Last minute swing

Kommentar Vom Nutzen und Schaden der Meinungsforschung im Wahlkampf.

Vorwort | Peter A.Ulram | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Im Wahlkampf schlägt die Stunde der politischen Meinungsforschung. Kein News ohne Kopf-an-Kopf-Rennen. Jedes Format mit Opinion-Leader-Panel. Der Standard ist reif für die Tortengrafik. Wie viel Profil braucht Haider für die Überholspur? Jeder hat eine Meinung, die Meinungsforschung misst sie, die Medien veröffentlichen sie, und die Gurus in den Medien kommentieren sie.

Wozu braucht man Meinungsforschung im Wahlkampf? Der Wahlkampf ist ein Ereigniszeitraum, der immer wichtiger wird, weil immer mehr Wähler ihre endgültige Wahlentscheidung immer später treffen. 1995 hatte sich jede(r) Fünfte erst in den letzten vierzehn Tagen festgelegt. Was nicht heißt, dass alle diese "late deciders" auch die Partei gewechselt haben. Naturgemäß interessieren sich die Wahlforschung und die Kommunikationsforschung für die Soziodemographie der Wählerschaft (wer?), für die Motive der Wahlentscheidung (warum?), für Kommunikationsmuster (wodurch?) und für Faktoren des Wählerverhaltens (Bedeutungszunahme


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