Der Lugneranten-Stadl

Parteitag Wie sich das Ehepaar Lugner und 80 Delegierte beim Heurigen trafen und beschlossen, eine Partei zu sein.

Politik | Verena Ringler | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Bundesparteitag, konstituierender. Klingt schwieriger, als es ist. Solange ein gewisser Herr Kuhn (Doktortitel, Laptop) hilfreich durch die Tagesordnung lenkt ("Schreiben Sie ,Ja' oder ,Lugner' auf die Zettel, falten Sie sie einmal in der Mitte ...), solange aufgeklebte A4-Zettel mit den Länderwappen zu den Plätzen weisen und der Text der Bundeshymne vorausschauend für alle kopiert wird, muss nur noch zugehört, abgestimmt und viel geklatscht werden. Am Samstag trafen sich Christina und Richard Lugner samt Delegierten beim Heurigen und gründeten "Die Unabhängigen". Im Hubertus-Stadl in Wien-Favoriten. Wo die Wände mit heimischem Holz getäfelt, die Vordächer über den Bänken mit heimischen grünen Ziegeln gedeckt und die Wände mit heimischen (?) Postern von Jack the Ripper und Jim Beam beklebt sind. Denn gegen Ausländisches wie Serbokroatisch, Kebab und China-Restaurant "kämpfen wir an", brüllt Christina Lugner.

Richard Lugner hält eine "programmatische Rede zur Lage in Österreich".


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